Vermietung - oder wer bezahlt den Makler?


Bestellerprinzip:

Das ändert sich für Mieter und Vermieter In vielen Regionen ist es üblich, dass bei der Vermittlung einer Mietwohnung der Mieter die Maklerprovision bezahlt. Dies betrifft vor allem Ballungsregionen mit hoher Immobiliennachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot. Wird in Medien über heraufziehende Wohnungsknappheit berichtet, dann werden häufig Orte wie Stuttgart, Esslingen, Reutlingen und z.B. Tübingen genannt. Dabei wird übersehen, dass in vielen kleineren Städten und ländlichen Regionen Mieter ein umfassendes Angebot an Mietwohnungen vorfinden. Wollen etwa im Bergischen Land, am Niederrhein oder im Sauerland Vermieter verlässliche Mieter finden, übernehmen sie schon immer einen Teil oder die gesamte Maklercourtage. Mit Inkrafttreten des Mietrechtsnovellierungsgesetzes (MietNovG) muss derjenige die Maklerprovision begleichen, der den Makler mit der Wohnungs- beziehungsweise Mietersuche beauftragt. In der Regel ist dies der Vermieter. Der Bundesrat beschloss die Novelle Ende März. Sie tritt ab 1. Juni 2015 in Kraft. Die maximale Höhe der Maklerprovision bleibt dabei unberührt. Sie darf zwei Monatskaltmieten zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer (19 Prozent) nicht übersteigen. Sie kann auch darunter liegen. Weiterhin gültig bleibt auch die Praxis, dass der Makler erst bei erfolgreicher Tätigkeit, also nach Unterzeichnung des Mietvertrags, seine Provision verdient hat, also weiterhin erfolgsorientiert entlohnt wird. Diese Courtageübernahme gilt nur bei der Vermittlung von Mietwohnungen, nicht bei der Vermarktung von Kaufobjekten wie Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern. Auch die Vermietung von Gewerbeflächen fällt nicht darunter, weil dabei keine Verbraucher, sondern Unternehmen beteiligt sind.